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Buchhaltungs-Software für Einzelunternehmer — Was brauchst du wirklich?

Spreadsheet oder Software? Kostenlos oder Premium? Hier findest du einen praktischen Überblick über deine Optionen und erfährst, was für dein Geschäft sinnvoll ist.

8 min Lesezeit Anfänger Februar 2026
Finanzplanung mit Budgetnotizen, Taschenrechner und Handy auf Schreibtisch

Warum die richtige Buchhaltung wichtig ist

Als Einzelunternehmer triffst du ständig Entscheidungen — von deinen Kundenpreisen bis zu deinen Geschäftsausgaben. Um gute Entscheidungen zu treffen, brauchst du klare Zahlen. Und um klare Zahlen zu haben, brauchst du ein System, das funktioniert.

Das Problem ist nur: Es gibt hunderte von Tools und Lösungen. Manche kosten nichts, manche kosten Geld. Manche sind ultra-einfach, manche sind für Profis gedacht. Wie findest du heraus, was du wirklich brauchst?

In diesem Guide schauen wir uns die echten Optionen an — nicht die Marketingversprechen, sondern was tatsächlich funktioniert. Du wirst sehen, welche Lösung zu deinem Geschäftsmodell passt und wo es Sinn macht, Geld auszugeben.

Unternehmer beim Überprüfen von Finanzberichten auf Laptop mit Taschenrechner und Notizbuch

Die vier Wege — und was sie wirklich kosten

01

Excel / Google Sheets

Du machst alles selbst. Rechnungsvorlage, Ausgabentabelle, monatliche Zusammenfassung — alles manuell.

  • Kostenlos oder minimal
  • Maximale Kontrolle
  • Viel Zeitaufwand
  • Fehleranfällig bei Formeln

Passt für: Anfänger mit wenigen Transaktionen, Lernphase

02

Kostenlose Online-Tools

Tools wie Wave oder Faktura bieten Rechnungsstellung und Grundbuchhaltung ohne Kosten.

  • Kostenlos
  • Automatische Berechnungen
  • Weniger flexible als Excel
  • Manchmal Werbung oder Premium-Pushs

Passt für: Kleine Freelancer mit stabilen Prozessen

03

Premium-Software (25-100/Monat)

Lexoffice, sevDesk oder Billomat bieten vollständige Buchhaltung mit Support und Updates.

  • Umfassende Funktionen
  • Automatische Steuerberechnungen
  • Support verfügbar
  • Regelmäßige Kosten

Passt für: Etablierte Einzelunternehmer, mehrere Kunden

04

Steuerberater + Software

Du benutzt Software und lässt einen Profi die Jahresabrechnung machen (200-600/Jahr).

  • Professionelle Kontrolle
  • Rechtssicherheit
  • Zeitersparnis
  • Höhere Gesamtkosten

Passt für: Wer sicher gehen will, komplexere Situationen

Was du wirklich brauchst — die Basis-Features

Egal welches Tool du wählst — diese Funktionen sollten es haben:

Rechnungsstellung

Du musst Rechnungen erstellen können, die rechtlich korrekt sind. Mit Rechnungsnummern, Umsatzsteuer und Zahlungszielen.

Ausgabenverwaltung

Belege scannen, Ausgaben kategorisieren, später absetzen können. Das spart dir Steuern.

Finanzberichte

Gewinn und Verlust, offene Rechnungen, Kassenbestände — die Kennzahlen, die du brauchst, um zu wissen, wie es dir geht.

Exportfunktionen

Du solltest deine Daten herunterladen können — für Steuererklärungen, für deinen Steuerberater, für Backups.

Digitales Dashboard mit Finanzübersicht, Diagrammen und Kennzahlen auf Monitor

Die Entscheidung: Wo fängst du an?

Eine simple Faustregel:

Weniger als 10 Rechnungen pro Monat? Starten Sie mit Google Sheets oder einem kostenlosen Tool. Es reicht, du lernst die Basics und brauchst kein Geld auszugeben.

10-50 Rechnungen pro Monat? Ein kostenloses oder günstiges Online-Tool (20-40/Monat) macht Sinn. Die Zeit, die du sparst, ist mehr wert als die Kosten.

Über 50 Rechnungen oder komplexe Struktur? Dann ist eine Premium-Lösung (50-100/Monat) wahrscheinlich die bessere Wahl. Du bekommst dafür Support, Sicherheit und Features, die du tatsächlich brauchst.

Pro-Tipp: Viele Tools bieten kostenlose Testphasen an. Probier es aus, bevor du dich festlegst. Du wirst schnell merken, ob die Bedienung zu dir passt.

Person am Schreibtisch, die eine Geschäftsentscheidung trifft und Notizen macht

Praktische Tipps für den Start

1

Fang klein an

Du brauchst nicht alles auf einmal. Beginne mit Rechnungsstellung und Ausgabenverwaltung. Weitere Features kannst du später hinzufügen.

2

Belege sammel

Fotografiere oder scanne deine Belege direkt. Das macht die Buchhaltung später leichter und sicherer für Steuerfragen.

3

Regelmäßig updaten

Mach das einmal pro Woche, nicht erst am Ende des Monats. So bleibst du immer auf dem Stand und Fehler fallen schneller auf.

4

Mit einem Steuerberater reden

Auch wenn du die Buchhaltung selbst machst — eine kurze Beratung kann dir viel Zeit und Geld sparen. Das kostet nicht viel.

5

Backups machen

Ob Spreadsheet oder Software — deine Daten sind kostbar. Exportiere sie regelmäßig und speichere sie sicher ab.

6

Kategorien festlegen

Bestimme von Anfang an, wie du deine Ausgaben sortierst. Das macht spätere Analysen viel leichter und aussagekräftiger.

Die Wahrheit über Buchhaltungs-Software

Es gibt keine perfekte Lösung, die für alle passt. Das beste Tool ist das, das du tatsächlich nutzt — nicht das mit den meisten Features, sondern das, das in deinen Alltag passt.

Viele Einzelunternehmer machen den Fehler, zu viel Zeit in die Suche nach der perfekten Software zu investieren. Wähle etwas Sinnvolles und fang an. Du kannst immer noch wechseln, wenn sich dein Geschäft ändert.

“Gute Buchhaltung ist nicht die komplexeste — es ist die regelmäßige. Ein System, das du jeden Tag nutzt, ist besser als die beste Software, die du nie öffnest.”

Der wichtigste Schritt ist: Fangen Sie an. Wählen Sie ein Tool, das zu Ihrem Budget und Ihrer Geschäftsgröße passt, und implementieren Sie es. Die Details können Sie später verfeinern.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen zu Buchhaltungs-Software für Einzelunternehmer. Er ersetzt keine professionelle Steuerberatung oder rechtliche Beratung. Für deine spezifische Situation solltest du einen Steuerberater konsultieren, besonders wenn es um Steuererklärungen, Umsatzsteuer oder komplexe geschäftliche Strukturen geht. Die erwähnten Tools und Kosten können sich ändern — überprüfe die aktuelle Website des Anbieters.